Pitching Wedge
Den Pitching Wedge benutzt man vor allem für Annäherungsschläge zum Grün. Er wird aber auch bei Schlägen innerhalb eines Bunkers verwendet. Somit kann man mit einem Pitching Wedge für gewöhnlich zwischen 20 und 100 m weit schlagen.
Er zeichnet sich durch einen besonders flachen Schlägerkopf aus. Dieser ermöglicht es dem Pitching Wedge, den Ball mit einer überaus hohen Flugkurve abzuschlagen. Durch den dadurch entstehenden besonders großen Aufprallwinkel, rollt der Ball nach dem Aufkommen kaum weiter. Dieses Verhalten nennt man für gewöhnlich "Drop-and-Stop".
Beim Aufprall entsteht dabei häufig eine sogenannte Pi
tchmarke. Das ist ein Abdruck des Balls im Boden, der andere Spieler eventuell behindern könnte. Deshalb gehört es zum guten Ton, diese Pitchmarken mit einer sogenannten Pitchgabel auszubessern.
Mit einer Gradzahl von 42° bis 49° befindet er sich ungefähr in der Mitte zwischen einem Sandwedge und einem 9er Eisen.
Gap Wedge
Ein Gap Wedge füllt die Lücke zwischen Pitching-Wedge und Sand-Wedge. Deshalb werden diese Schläger von vielen Sportler auch Approach Wedge genannt. Grundsätzlich handelt es sich hierbei immer um ein Eisen.
Bei der Entwicklung dieser Schläger versuchte man durch den Einsatz neuer Fertigungstechniken und Materialien, eine besonders hohe Präzision für Freizeitspieler zu ermöglichen. Erstmals fand man diese Schläge in den 1990er Jahren auf dem Markt.
Hauptsächlich wurde bei diesen Schlägern der Schwerpunkt in die Sohle des Schlägerkopfes verlagert und der Loft steiler gestaltet. Dadurch ermöglichte man eine bessere Genauigkeit und weitere Schläge.
Der erhöhte Bedarf an diesen Schlägern entstand durch die Entwicklung, dass der Loft eines Pitching-Wedges in den 1980er Jahren von 50° auf 40° reduziert wurde. Die so entstandene Lücke zu den Sand-Wedges mit einem Loft von 54 bis 58° wurde entsprechend wieder geschlossen.
Sand Wedge
Beim Sand Wedge handelt es sich um einen Schläger, der speziell für Abschläge aus dem Sandbunker stattfinden. Diese Schläger haben einen besonders hohen Loft von ca. 56°. Auß
erdem verfügen sie über einen Bounce von 12° bis 16°. Die Schlägersohle steigt also gegen die Schlagrichtung an und vermindert dadurch das Eingraben des Schlägers im Sand. Eine ähnliche Konstruktion wird ebenfalls bei Skiern verwendet.
Darüber hinaus verwendet man das Sand Wedge aber auch häufig für Schläge außerhalb des Sandbunkers. Dies geschieht immer dann, wenn eine besonders hohe Flugbahn des Balls erreicht werden soll. So werden sie beispielsweise auch häufig beim Pitchen verwendet. Darüber hinaus wird er ebenfalls gern im tiefen Rough benutzt, weil sich dieser Schläger aufgrund seines besonders hohen Loft sehr gut für schwierige Lagen eignet.
Dafür ist es auf extrem hartem Boden besonders ungeeignet. Der überaus hohe Bounce-Winkel sorgt dafür, dass die Sohle leicht vom Boden abreißt und den Ball mit der Kante trifft. Dadurch entsteht ein unkontrollierbares Verhalten des Balls und dadurch ein besonders ungenauer Schlag.
Lob Wedge
Der Lob Wedge hingegen wird für besonders kurze Schläge verwendet. Dennoch benutzt man ihn häufig für schwierige Schläge aus dem tiefen Rough. Der starke Loft von ca. 58 bis 64° ermöglicht besonders hohe Schläge.
Gleichzeitig haben sie einen sehr niedrigen Bounce, da im tiefen Rough meist das Eingraben des Schlägers sogar erwünscht ist. Dennoch besteht aufgrund des besonders hohen Lofts die realistische Gefahr, dass man unter dem Ball hindurch schlägt. Deshalb ist der Lob Wedge lediglich für fortgeschrittene Spieler geeignet.
Chipper
Auch der Chipper zählt zur Gruppe der Wedges. Er wird für besonders kurze Schläge auf das Grün verwendet. Der große Nachteil dieses Schlägers ist jedoch, dass man die Länge des Chips nicht durch eine Variation des Schlägers anpassen kann. Für gewöhnlich gibt es keine Chipper mit besonders viel oder wenig Loft. Stattdessen wird das Chippen mit diesem Schläger wesentlich erleichtert.