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Golfschläger

 
Golf ist zugleich eines der einfachsten und eines der schwersten Spiele auf der Welt. Mit einem Satz Schläger und einem Ball ausgerüstet, durchstreift man wunderschöne Landschaften, und befördert den Ball mithilfe der Schläger in 18 kleine Löcher, die eigens dafür gegraben wurden. Diese atemberaubende Landschaft mit Hügeln, kleinen Teichen, Sandgräben sowie vereinzelten Sträuchern und Bäumen wurde eigens zu diesem Zweck angelegt.
 
Nacch dem 18. Loch trifft man sich an der Bar des Golfplatzes mit allen Freunden und Bekannten, die man noch nicht direkt auf dem Platz getroffen hatte und erzählt ihnen die eigenen Heldentaten auf dem Platz. Die meisten Menschen spielen diesen Sport ausschließlich zur Erholung und aufgrund der ausgeprägten Freude an schöner Natur und beispielloser Landschaften. Natürlich ist ebenfalls der sportliche Ehrgeiz nicht zu vernachlässigen, da die stetige Verbesserung des eigenen Spiels ein besonders großes Glück für viele Sportler darstellt.
Das sportliche Können ist es auch, was Amateurspieler von wahren Profis unterscheidet, die durch diesen Sport jedes Jahr mehrere Millionen verdienen. Doch selbst mit reinem Können kommt man im Golf nicht sonderlich weit. Dieser besonders vielschichtige und komplexe Sport verlangt den Spielern eine optimale Anpassung an die jeweiligen Bedingungen auf dem Platz ab. Auch Profigolfer können nur dann Höchstleistungen erzielen, wenn sie optimal für das Spiel gerüstet sind. Nicht selten besitzen Profis eine Sammlung von mehreren Hundert Schlägern, sodass sie für jedes Turnier und jeden Platz die beste Ausrüstung wählen können.

Der Golfschläger das wichtigste Werkzeug

 
Beim Golfen stellt der Schläger das wichtigste Werkzeug von allen dar. Sicher ist die richtige Wahl des Golfballs ebenfalls besonders wichtig, aber die Wahl des Schlägers entscheidet nicht selten über den Ausgang eines Spiels.
 
Deshalb ist eine gute Beratung beim Kauf des Schlägers auch im Internet besonders wichtig. Nur eine optimale Beratung kann gewährleisten, dass Sie mit dem Kauf Ihres Schlägers auch rundum zufrieden sind. Deshalb werden Ihnen nachfolgend die wichtigsten Eigenschaften eines jeden Schlägers erläutert, damit Sie genau den Schläger finden, der optimal zu Ihnen passt.

Der Aufbau eines Golfschlägers

 
Ein jeder Schläger ist aus drei wesentlichen Komponenten aufgebaut. Diese sind der Schlägerkopf, der Schaft und der Griff. Zusätzlich zu diesen drei hauptsächlichen Bestandteilen existiert noch ein sogenanntes Ferrule. Dieses besitzt jedoch eine stark untergeordnete Bedeutung im direkten Vergleich mit den anderen drei Komponenten.
 
An der Oberseite des Schlägerkopfes befindet sich das sogenannte Hosel. Dieses ist ein Verbindungsstück, das den Schaft an dem Schlägerkopf befestigt. Diese beiden Teile werden für gewöhnlich mit einem besonders starken Klebestoff fest miteinander verbunden. Meist nutzt man dafür das spezielle Epoxidharz, das eigens für diesen Zweck künstlich hergestellt wurde.
 
Am anderen Ende des Schafts wird der Griff mithilfe eines Doppelklebebandes befestigt. Dafür verwendet man in der Regel ein leicht verdunstendes Lösungsmittel, damit der Schaft leicht eingeführt und ausgerichtet werden kann. Die Griffstärke, die direkt von der Größe der Hand des Spielers abhängig ist, wird variiert, indem man den Schaft mit Isolierband umwickelt.

Schlägerkopf

 
Der Schlägerkopf kann aus mehreren verschiedenen Materialien bestehen. Weit verbreitet ist ein Schlägerkopf aus Holz bzw. aus Eisen. Sowohl Schlägerköpfe aus Holz als auch jene aus Eisen werden meist auf ihrer Schlagfläche mit Rillen versehen. Diese bezeichnet man für gewöhnlich als Grooves.
 
Mithilfe der Grooves wird die Rotationsgeschwindigkeit des Balls kontrolliert. Diese bezeichnet man für gewöhnlich als Spin. Durch die Erhöhung des Spins wird vor allem im Rough ein deutlich besserer Ballkontakt erzielt.
 
Es ist jedoch nicht ratsam, den Spin des Balles in jedem Fall zu erhöhen. Vor allem beim Driver wird aktuell immer häufiger auf die Grooves verzichtet, da sich herausgestellt hat, dass diese bei Drivern nicht besonders vorteilhaft sind.
 
Den größten Einfluss auf das Spiel hat jedoch vorrangig das Material des Schlägers. Aus diesem Grund sollte mit Bedacht ein Schlägerkopf gewählt werden, da Schläger aus Holz und Schläger aus Eisen unterschiedliche Schlägerköpfe benötigen, um die besten Ergebnisse erzielen zu können.

Hölzer

Ein Schlägerkopf für Hölzer wird in der Regel für den Abschlag und für Schläge vom Fairway verwendet. Weiterhin werden diese Schläger ebenfalls in seltenen Fällen für Schläge im Semi-Rough, also Gebiet mit halbhohem Gras, verwendet.
 
Diese Schläger zeichnen sich durch einen besonders markanten Schlägerkopf aus. Dieser hat für gewöhnlich die Form einer Birne bzw. eines Tropfens und ist von innen hohl. Insgesamt weisen diese Schlägerköpfe ein Volumen auf, dass sich zwischen 150 und 460 Kubikzentimeter befindet.
 
Im Laufe der Zeit hat sich das Material dieser Schlägerköpfe immer weiter verändert und wurde optimiert. Während Schlägerköpfe für Hölzer anfangs noch vollständig aus Holz bestanden, wurde später das Holz auf die Inlays beschränkt und verschwand nach und nach vollständig aus den Schlägerköpfen.
 
Heute werden vorwiegend Legierungen von besonders hochwertigen und leichten Metallen verwendet. Meist findet man Titan, Kunststoff, Stahl, Kevlar oder Aluminium bei Schlägerköpfen für Hölzer.

Eisen

Eisen verwendet man im Golfsport meist für die mittellangen Schläge, die sich im Bereich zwischen 70 und 180 m befinden. Der Schlägerkopf für diese Schläger weist meist die Form eines Trapezes auf und ist nur in den seltensten Fällen hohl.
 
Dafür wird bei diesen Schlägerköpfen meist die Rückseite vollständig ausgefüllt oder zumindest mit einer Delle oder einem Schlitz versehen. Grundsätzlich werden Schlägerköpfe für Eisen anhand ihrer Herstellung in geschmiedete und gegossene Schlägerköpfe unterteilt.
 
Geschmiedete Schlägerköpfe werden manuell gearbeitet und sind dadurch relativ teuer. In der Regel sind gegossene Schlägerköpfe deutlich günstiger, da sie in Massenproduktion gefertigt werden können. Einen großen materiellen Unterschied gibt es hierbei nicht, obwohl viele Golfer von einem deutlich besseren Schlaggefühl von geschmiedeten Schlägerköpfen im Vergleich zu gegossenen Schlägerköpfen berichten.
 
Aber auch in der Bauform gibt es gravierende Unterschiede. Hier unterscheidet man zwischen sogenannten Blades und Cavity Backs. Für gewöhnlich haben Cavity Backs eine starke ausgehöhlte Rückwand, wodurch Fehler im Spiel nicht so stark ins Gewicht fallen. Die Bälle müssen nicht exakt mittig getroffen werden, um besonders lang geschlagen zu werden. Blades hingegen verdeutlichen Schlagfehler deutlich besser und werden von vielen Spielern aus optischen Gründen bevorzugt.

Hybrid- oder Rescue-Schläger

Hybrid- bzw. Rescue-Schläger sind erst Anfang des 21. Jahrhunderts entstanden. Diese Schläger bestehen aus einer Mischung von Eisen- und Holzschlägern und werden meist als Ersatzschläger für ein Eisen oder ein Holz gewählt. Der englische Begriff Rescue bedeutet ungefähr so viel wie Rettung und verdeutlicht den hauptsächlichen Verwendungszweck dieser Schläger als Ersatzschläger.
 
Während das Material und die Länge des Schlägers stark an ein Eisen erinnern, ist die Bauform eher einem Holz nachempfunden. Meistens werden diese Schläge im Semi-Rough oder auf dem Fairway eingesetzt.
 
Meist werden diese Schläger als besonders einfache Schläger bezeichnet, da sie deutlich einfacher zu spielen sind als ein Holz. Sie bieten einen perfekten Kompromiss zwischen der Genauigkeit eines Eisens und der Länge eines Holzes. Bei diesen Schlägern ist in der Regel eine Länge von 37 bis 41 Zoll üblich. Die Lofts liegen meist zwischen 14° und 35°.

Wedges

Der englische Begriff Wedge bedeutet frei übersetzt "Keil". Diese Schläger setzt man vor allem auf besonders kurzen Schlägen rund um das Grün (100 m vom Loch entfernt) ein. Aber auch besonders schwierige Schläge werden mit diesen Schlägern gemeistert. Dazu zählen jene aus Bunkern, Gräben und besonders hohem Gras.

Obwohl sie in ihrem Aufbau und ihren Materialien den Eisenschlägern besonders stark ähneln, weisen sie üblicherweise einen abgerundeten sowie ballonförmigen Schlägerkopf auf. In der Regel ist dieser ebenfalls deutlich weicher als der Schlägerkopf bei normalen Eisen. Dadurch wird eine höhere Genauigkeit sowie eine stärkere Rückmeldung an den Spieler ermöglicht.
 
Der optimale Verwendungszweck eines Wedges wird stark von seinem Loft bestimmt. Für den Standardeinsatz bestimmte Wedges weisen einen Loft von 48° bis 54° auf. Dazu gehören vor allem Pitching-Wedges und Sand Wedges. Der Gap Wedge hingegen schließt die Lücke zwischen diesen beiden Schlägern und besitzt deswegen auch einen Loft, der sich mittig zwischen beiden befindet. Spezialschläger wie beispielsweise der Lob Wedge werden für die Überwindung besonders hoher Hindernisse aus kurzer Distanz eingesetzt und haben einen Loft von bis zu 68°.

Hier kicken für mehr Infos zu den einzelnenWedges.


Putter
 
Für das Spiel auf dem Grün und in seltenen Fällen auch für das Spiel auf dem Vorgrün wird der Putter verwendet. Diese Schläger unterscheiden sich sehr stark von den bereits genannten Schlägerarten, da hier der Flug des Balls nicht angestrebt wird.
 
Stattdessen versucht man mithilfe eines zielgerichteten Laufs auf dem Untergrund, das Einlochen des Balls zu erleichtern. Deshalb sind beim Putter auch sehr unterschiedliche Formen möglich. Meist wird mit diesem Schläger ein optischer Akzent gesetzt, ohne dass Spielverhalten unnötig zu beeinträchtigen.
 
Eine Gemeinsamkeit aller Putter ist jedoch, dass sie eine nahezu senkrechte Schlagfläche besitzen. Diese Schläger zählt zu den wichtigsten Schlägern des Spiels, da er häufiger als jeder andere zum Einsatz kommt.

Schaft

 
Der Schaft des Schlägers besteht in den meisten Fällen aus Stahl oder Graphit. Durch das hohe Gewicht des Stahls entsteht eine besonders starke Rückmeldung, sodass die Vibrationen, die durch den Abschlag des Balls hervorgerufen werden, direkt an den Spieler weitergeleitet werden.
 
Solche Rückmeldungen sind vor allem für engagierte Spieler sehr bedeutsam, da sie Rückschlüsse auf die Qualität des Schlags zulassen und dabei helfen, eine kontinuierliche Verbesserung herbeizuführen.
 
Wer diese Vibrationen hingegen als unangenehm empfindet, ist mit einem Schaft aus Graphit deutlich besser beraten. Diese Schäfte dämpfen die Vibrationen stark ab und verhindern dadurch die Rückmeldung. Dieses Ergebnis kann man jedoch auch durch eine spezielle Füllung des Schafts erreichen.

Griff

 
Der Griff ist neben Schlägerkopf und Schaft der dritte Hauptbestandteil eines Schlägers. Er stellt die direkte Verbindung zwischen dem Sportler und dem Sportgerät da. Deshalb ist eine seiner wichtigsten Eigenschaften eine besonders hohe Rutschfestigkeit. Diese muss insbesondere bei nassem Wetter gewährleistet werden.
 
Ebenfalls ist das subjektive Spielgefühl wichtig, das er dem Spieler vermittelt. Entsprechend wurden die Griffe früher ausschließlich aus Leder hergestellt. Mittlerweile sind jedoch auch zahlreiche hochwertige Modelle aus Kunststoff dazugekommen.

Ferrule

 
Bei der Ferrule handelt es sich um eine kleine Hülse aus Plastik, die über den Schaft geschoben wird. Sie befindet sich an jener Stelle, wo der Schaft aus dem Schlägerkopf austritt.
 
Ohne sie wäre der Übergang von Hosel zu Schaft sehr abrupt und die Optik des Schlägers würde darunter leiden. Sie erfüllt also in erster Linie eine rein optische Funktion.
 
Darüber hinaus sind viele Sportler davon überzeugt, dass sie insbesondere bei Graphitschäften eine höhere Bruchfestigkeit gewähren und somit ebenfalls für die Haltbarkeit des Schlägers nützlich sind.

Golfschläger-Fitting

 
Beim Fitting handelt es sich um die maßgenaue Anpassung des Schlägers an die Geometrie des menschlichen Körpers und die individuelle Schwungbewegung. Da jeder Mensch den Schwung des Schlägers aufgrund der individuellen Körpermaße anders durchführt, ist eine individuelle Anpassung des Schlägers für jeden Sportler essenziell.
 
Schläger, die man in jedem Geschäft vorfindet, sind auf die Durchschnittsdaten angepasst und daher nicht besonders genau. Deshalb ist es möglich, sowohl ein statisches als auch ein dynamisches Fitting durchzuführen.
 
Das statische Fitting nutzt den Abstand des Handgelenks zum Boden für die Bestimmung der schmalen Länge des Schafts und die Längen der Finger zu Bestimmung der optimalen Dicke des Griffs.

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